Sphärenmusik in der illuminierten Friedenswarte in Brandenburg an der Havel

 

 

Der Mensch im Kosmos

 

Die Abbildung zeigt die sieben farbigen Hauptchakras entlang der Wirbelsäule. Das Wort "Chakra" stammt aus dem Sanskrit und bedeutet "Rad" oder "Wirbel". Die Chakras sind sowohl Energie - als auch Bewußtseinszentren des menschlichen Körpers. Die westliche Wissenschaft verbindet die endokrinen Drüsensysteme mit den Chakren. Endokrine Drüsen sind solche, die Hormone ins Blut abgeben und auf diese Weise physische und psychische Zustände generieren. Hans Cousto hat in seiner Broschüre "Farbton, Tonfarbe und die Kosmische Oktave" Zuordnungen  seiner Planetenoktavtöne zu den Körperchakras vorgenommen. Damit erscheinen die Chakras als Resonanzzentren kosmischer Schwingungen. Inwieweit es statthaft ist, hier von einer physikalischen Verbindung zu sprechen werden wir im einzelnen durchgehen. Schließlich aber steht das Menschenbild zur Frage: Kann man bei der Evolution der Lebewesen von einer sukzessiven Anpassung auch an die kosmische Umwelt sprechen? Die verschiedenene Kulturen tragen zum Menschenbild Unterschiedliches bei - wie könnte eine gelungene Kultursynthese aussehen?

 

 

 

 

 

Das Kronen - Chakra

 

Das Kronen - Chakra, indisch Sahasrara, wird durch einen tausendblättrigen Lotus am Scheitel des Kopfes symbolisiert, es entspricht der Zirbeldrüse im Gehirn. Der Öffnung dieses Chakras eignet der höchste Bewußtseinszustand geistiger Heiterkeit. Da dieses Bewußtsein noch über dem Wissen angesiedelt ist und schon eher spiritueller und religiöser Intuition gleichkommt, ordne ich diesem Chakra den Jupiterton zu, der dann eine Oktave höher angesiedelt ist - damit haben wir auch eine schöne Verbindung zum altgriechischen Götterpantheon, an dessen Spitze ja bekanntlich der Zeus (Jupiter) stand. Dies ist eine von mir vorgenommene Zuordnung ohne jeglichen Allgemeingültigkeitsanspruch. Jeder Mensch möge seinem Glauben folgen, von der Friedenswarte strahle ihm das Glück Jupiters dazu!

 

 

 

 

Das Stirn - Chakra

 

Das Stirn - Chakra, indisch Ajna, wird durch einen zweiblättrigen Lotus symbolisiert, der vielleicht auch die logische Dualität bedeutet, es entspricht der Hypophyse im Gehirn. Höheres Wissen führt zur Öffnung dieses Chakras und ermöglicht geistige Orientierung. Geistige Erkenntnis der Welt und deren Gesetze, sowie Selbsterkenntnis und Lebenssinn entsprechen dieser Ebene. Die Sinnfrage ist traditionell religiöser Art, sodass eigentlich die wissbare Erkenntnis des Weltsinnes hierher gehört, an dem ich meinen persönlichen Lebenssinn orientiere. Nun ordnen die Weisen die Weltzeitalter in Äonen, die durch die Präzessionsbewegung der Erdachse abgeschritten werden. Derzeit befindet sich die Erdachse im Sternbild des Wassermanns, sodass zur Öffnung dieses Chakras auch die Erkenntnis der Einflüsse des Wassermannzeitalters gehört. Ein Umlauf der Erdachse wird als Platonisches Jahr bezeichnet, ich ordne den geistigen Ton des Platonischen Jahres dieser Ebene zu.

 

 

 

 

Das Hals - Chakra

 

Das Hals - Chakra, indisch Vishuddha, wird durch einen 16 - blättrigen Lotus symbolisiert, es entspricht der Schilddrüse. Der Kehlkopf ist die Quelle unserer Sprache, diesem Chakra entspricht das rationale Denken, das sprachliche Ich - Bewußtsein und alle Kommumikation. Rationale Erkenntnis ist an das Wort oder an die Zahl geknüpft. Kommunikation ist in diesem Zusammenhang an die Sprache oder besser an den Gesang geknüpft. Im heutigen Informationszeitalter ist jedem bewußt, dass Information sehr wichtig für die Lebensgestaltung ist, jedoch weder den Körper ernährt noch die Seele erfüllt. Im griechischen Götterpantheon ist Hermes (Merkur) der Erfinder der Schrift und Rede, er wurde als der Götterbote betrachtet, der hier leichtbeweglich die Nachrichten übertrug. Nun ist der Oktavton des Merkurs in diesem Blaubereich angesiedelt, sodass eine Zuordnung Merkurs nach Cousto sinnvoll erscheint.

 

 

 

 

Das Herz - Chakra

 

Das Herz - Chakra, indisch Anahata, wird durch einen 12 - blättrigen Lotus symbolisiert, es entspricht auch der Thymusdrüse. Das Herz ist das zentrale Vitalitätsorgan des Leibes, es ist das leibliche Zentrum der Liebe. Und diese Liebe besteht darin, die unpersönliche Liebe als Beziehung zur Welt (die höheren Chakras) mit der persönlichen Liebe als Beziehung zum eigenen Körper und zu einzelnen Menschen (die tieferen Chakras) zu versöhnen. Insofern ist das Herz ein Vermittlungs- und Versöhnungsorgan der objektiven und subjektiven Welt, eine Vermittlung, die mit jedem bewußten Atemzug stattfindet.

Nun ist das innere Licht des Herzens göttlicher Natur. So besteht die Lebenskunst darin, diesem Gott im Menschen eine angemessene Herberge im Leibe und auf Erden zu bereiten. Der Herzton ist der Om - Ton der östlichen Mystik, welcher nach Cousto eine Resonanz des Jahresumlaufes ist. Da wir es hier schon mit starken Kräften zu tun haben, können wir von einer physikalisch relevanten Zuordnung sprechen. Dass der Jahreston der Herzensebene entspricht ist eine reproduzierbare Erfahrung, also nach wissenschaftlicher Methode relevant. Mögen die Menschen in sich gehen und am Klang des Herzens gesunden.

 

 

 

 

Das Nabel - Chakra

 

Das Nabel - Chakra, indisch Manipura, wird durch einen 10 - blättrigen Lotus symbolisiert, es entspricht dem Solar - Plexus (Sonnengeflecht) und der Bauchspeicheldrüse. Mit dem Nabel - Chakra gelangen wir in den Bereich der Ernährung, die ja die Quelle der leiblichen Kraft ist. Diese Kraft ist nötig um sich als Person in der Welt durchzusetzen, eine Identität als Subjekt zu erlangen und gleicherweise empathisch mit anderen mitfühlen zu können. Bei der Öffnung dieses Chakras kann das Verdauungsfeuer (die Wirkung der Salzsäure im Magen) als persönliche Antriebskraft empfunden werden. Man kann ausdauernd und geduldig seine Ziele verfolgen und strahlt dabei doch die Macht eines aktiven Mitgefühls aus. In mancher Hinsicht ist das Sonnengeflecht das eigentliche Zentrum unserer Gefühle und unserer Empathie.

Cousto ordnet dem Solar - Plexus die Gravitationsfrequenz der Masse unserer Sonne zu - dies ist die Kreisfrequenz von Licht in einem Schwarzen Loch von Sonnenmasse. Nun ist die Sonne kein Schwarzes Loch, doch das lebenspendende Masse- und Lichtzentrum unseres Planetensystems. Wir wollen diese Zuordnung übernehmen.

 

 

 

 

Das Sakral - Chakra

 

Das Sakral - Chakra, indisch Svadhisthana, wird durch einen sechsblättrigen Lotus dargestellt. Es entspricht den Keimdrüsen, also beim Manne den Hoden, bei der Frau den Eierstöcken. Damit ist schon angelegt, worum es bei diesem Chakra geht - um Sinnlichkeit und Vitalität, Zeugungskraft, ein sexy Körperbewußtsein und die damit einhergehende gesunde Lust und Geilheit. Bei der Öffnung dieses Chakras, was natürlicherweise in der Pubertät beginnt, fangen die Leidenschaften und Emotionen an frei zu fließen und werden ebenso frei geäußert. Man empfindet das zutiefst tierische und menschliche Bedürfnis nach sexueller Erfahrung und Befriedigung. Der eigene Körper wird dann mit seinen Stärken und Schwächen, Leidenschaften und Verlangen angenommen und geliebt. Die Zeugungskraft äußert sich auch im kreativen Selbstausdruck, Selbstsicherheit und Lebenslust machen einen attraktiv und ziehen andere in den Bann. Der integrative Umgang mit der eigenen Sexualität ist für die Persönlichkeitsentwicklung von großer Bedeutung. Eine erfüllte Sexualität führt zu Gesundheit und Lebensfreude in allen Fragen und Lagen...

Die Oktavierung des Mondumlaufes entspricht der Stimmung dieser Ebene. Da der Mond maßgeblich auf die Gezeiten der Meere einwirkt, muss auch hier von einer physikalischen Verbindung ausgegangen werden.

 

 

 

 

Das Wurzel - Chakra

 

Das Wurzel - Chakra, indisch Muladhara, befindet sich zwischen Anus und Genus und wird durch einen vierblättrigen Lotus - die vier Himmelsrichtungen der Erde symbolisierend - dargestellt, es entspricht den Nebennieren. Hier ist unsere Wurzel zur Erde, die eine gesunde Erdverbundenheit ausmacht. Es ist die vitale Lebenskraft, die Selbsterhaltung und Ausdauer die auch zu sportlichen Leistungen führt. "Mit beiden Beinen auf dem Boden stehen" bedeutet das eigene Leben selbst erhalten und meistern zu können, bedeutet naturverbunden sein und "dem Geist der Erde verwandt zu sein", dh. ein gesundes Urvertrauen zu haben. Dieses Urvertauen erhält man nicht zuletzt durch eine Anpassung an die Erdrhythmen, z.B. durch tägliche Arbeit und nächtlichen Schlaf. So ergibt denn auch die 24 - stündige Erdendrehung oktaviert den Ton, der nach Cousto diesem naturverbundenen Urvertrauen entspricht und eine vitalisierende Wirkung entfaltet. Da dieser Rhythmus für alle Lebewesen sehr deutlich ist, muss auch hier über die bloße Zuordnung hinaus von einer physischen und physikalischen Relevanz gesprochen werden. 

 

 

 

Die Artikel zu den Chakras habe ich nach eigenem Verständnis verfasst. Eine Orientierung bot mir dabei das praktische, anschauliche und schön gemachte Buch: Atlas der Chakras von Kalashatra Govinda, Ludwig - Buchverlag München 1999